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Mandanteninformationen

 

23. Juni 2020
 
Senkung des Umsatzsteuer-Satzes

Zur Bewältigung der Corona-Krise hat sich die Große Koalition auf ein umfangreiches Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket sowie ein Zukunftspaket geeinigt.

Ein zentrales Element zur Stärkung der Konjunktur und Wirtschaftskraft soll dabei die befristete Absenkung der Mehrwertsteuersätze von 19 % auf 16 % sowie von 7 % auf 5 % vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 darstellen. Die geplante Änderung ist vom Gesetzgeber zwar noch nicht umgesetzt worden, allerdings führt die Absenkung der Umsatzsteuersätze zu kurzfristigem Handlungsbedarf in Unternehmen, da Systeme und Prozesse angepasst werden müssen. Insbesondere die folgenden Aspekte sind dabei zu beachten:

-          Für die Entstehung der Umsatzsteuer und die zutreffende Anwendung des Steuersatzes kommt es darauf an, wann die Leistung tatsächlich ausgeführt worden ist (Lieferung = Verschaffung der Verfügungsmacht, sonstige Leistung = Zeitpunkt der Vollendung). Damit ist weder der Tag der Rechnungstellung noch der Tag der Zahlung maßgeblich.

Es ergibt sich grundsätzlich die folgende Übersicht der anzuwendenden Steuersätze:

 

Bis zum 30.6.2020 ausgeführte Leistungen

Zwischen 1.7.2020 und 31.12.2020 ausgeführte Leistungen

Ab 1.1.2021 ausgeführte Leistungen

Regelsteuersatz

19 %

16 %

19 %

Ermäßigter Steuersatz

7 %

5 %

7 %

-          Am 5.6.2020 hat der Bundesrat dem Corona-Steuerhilfegesetz zugestimmt. Vom 1.7.2020 bis 30.6.2021 ist für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen der ermäßigte Steuersatz anzuwenden. Getränke sind von der Steuersenkung allerdings ausgenommen. Für Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen gelten somit folgende Steuersätze:

  • Bis zum 30.6.2020 ausgeführte Leistungen 19 %
  • Zwischen 1.7.2020 und 31.12.2020 ausgeführte Leistungen 5 %
  • Zwischen 1.1.2021 und 30.6.2021 ausgeführte Leistungen 7 %
  • Ab 1.7.2021 ausgeführte Leistungen 19 %

-          Bei Anzahlungen, die vor dem 1.7.2020 für Leistungen im Übergangszeitraum vereinnahmt werden, ist auf diese grundsätzlich der bisherige Steuersatz anzuwenden. Wird die Leistung dann zwischen dem 1.7.2020 und 31.12.2020 erbracht, unterfällt das gesamte Entgelt jedoch dem verminderten Steuersatz, was auf der Schlussrechnung entsprechend berücksichtigt werden muss.

Hierzu ein Beispiel:

Lieferung und Einbau eines Fahrstuhls. Die Abnahme erfolgt am 15.07.2020.

 

Preis (brutto)

Entgelt (netto)

USt

 

EUR

EUR

EUR

Schlussrechnung (16%)

1.392.000

1.200.000

192.000

Anzahlung (19%)

1.190.000

1.000.000

190.000

 

202.000

200.000

2.000

-          Sämtliche Kassen- und ERP-Systeme sind auf die abgesenkten Steuersätze anzupassen.

-          In der Buchhaltung werden neue Konten für die angepassten Steuersätze benötigt.

-          Im Rahmen der Rechnungseingangsprüfung ist darauf zu achten, dass für Eingangsleistungen im Zeitraum zwischen 1.7.2020 und 31.12.2020 der abgesenkte Steuersatz ausgewiesen wird. Bei Anwendung des alten Steuersatzes liegt in Höhe der Differenz ein zu hoher Steuerausweis vor, der nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden kann.

-          Bei Dauerleistungen, z.B. Miet- oder Leasingverträgen, ist darauf zu achten, dass, soweit in den diesbezüglichen Verträgen Bruttoentgelte vereinbart wurden, diese für Leistungszeiträume ab Juli 2020 entsprechend an die geänderte Rechtslage angepasst und die Preise für die Leistungen ggf. neu kalkuliert werden müssen, vorausgesetzt, dass der Vorteil der Steuersatzsenkung an den Kunden weitergegeben werden soll.

 
 
23. Juni 2020
 
Überbrückungshilfe

in allen Medien präsent ist derzeit das Konjunkturpaket 2020 der Bundesregierung. Ein Bestandteil davon soll eine Überbrückungshilfe für Unternehmen und Selbstständige werden, die wegen der Corona-Krise in Schwierigkeiten gekommen sind.

Die Details zu dieser Förderung stehen noch nicht fest. Anträge für die Förderung können noch nicht gestellt werden. Fest steht, dass die für die Anträge benötigten Zahlen von einem Steuerberater bestätigt werden müssen. Es ist sinnvoll, schon jetzt zu prüfen, ob eine Förderung für Sie in Betracht kommt und den Antrag vorzubereiten.

Eine Überbrückungshilfe können Sie voraussichtlich erhalten, wenn:

  • Ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um 60% niedriger war als in den Vorjahren.
  • Ihr Umsatz in einem der Monate Juni, Juli und August 2020 um mindestens 40% niedriger war als in den jeweiligen Monaten in 2019.

Sie können dann einen Anteil Ihrer monatlichen Fixkosten als nicht rückzahlbaren Zuschuss erstattet bekommen. Auch die Kosten für Steuerberater für die Beantragung dieser Überbrückungshilfe zählen zu den förderfähigen Fixkosten. Die Höhe der Erstattung hängt von der Höhe des Umsatzeinbruchs und der Anzahl der Mitarbeiter ab.

 

Wie ist Ihre Einschätzung - halten Sie es für möglich, dass bei Ihnen diese Voraussetzungen erfüllt sein werden?

Dann ist jetzt Ihre Mitwirkung erforderlich. Denn die Zahlen zu Umsätzen, Umsatzschätzungen und Fixkosten sollten möglichst korrekt und schnell vorliegen. Nur so kann der Antrag auf Förderung für Ihr Unternehmen schnell gestellt und bearbeitet werden. Ansonsten drohen Zeitverlust und später –da sämtliche Anträge im Nachhinein überprüft werden - die Rückzahlung der Förderung. 

 

Um den Antrag gut vorzubereiten ist erforderlich:

  1. Stellen Sie sicher, dass uns für die Buchhaltung April und Mai 2020 alle relevanten Daten vorliegen. Prüfen Sie, ob Sie uns alle Angaben, Belege und Daten für die Monate April und Mai 2020 übermittelt haben.
  2. Es muss auch eine Umsatzschätzung für jeden einzelnen der Monate Juni, Juli, August abgeben werden. Stellen Sie – nach den Monaten Juni, Juli und August - getrennt dar, welche Umsätze Sie in diesen Monaten voraussichtlich realisieren können.
  3. Gefördert werden Fixkosten, für die Sie die Verträge vor dem 1.3.2020 abgeschlossen haben. Prüfen Sie, ob uns alle Buchungsunterlagen zu ihren Fixkosten vorliegen und welche der Kosten auf Verträgen beruhen, die Sie vor dem 01.03.2020 eingegangen sind.

Auf dieser Grundlage können wir Sie dann optimal unterstützen, sobald die Anträge auf Förderung gestellt werden können.

 
13. Mai 2020
 
Die NRW-Soforthilfe wird ausgeweitet.
Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, darf die Soforthilfe nur für laufende betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen verwendet werden – nicht aber für den Lebensunterhalt. Damit die NRW-Soforthilfe 2020 allen Kleinunternehmen in der Corona-Krise die erhoffte Unterstützung bringt, hat die Landesregierung eine schnelle, faire Vertrauensschutzlösung entwickelt. Solo-Selbstständigen, die im März und April keinen Antrag auf Grundsicherung gestellt haben, soll daraus kein Nachteil entstehen. Die Landesregierung gewährt ihnen für diese Monate einen indirekten Zuschuss von insgesamt 2.000 EUR
Alle Solo-Selbstständigen sind verpflichtet, am Ende des dreimonatigen Bewilligungszeitraums eine Erklärung abzugeben, aus der hervorgeht, ob sie die NRW-Soforthilfe vollständig zur Deckung des Corona-bedingt entstandenen Liquiditätsengpasses benötigt haben. Ist dies nicht der Fall, muss die überschüssige Hilfe zurückgezahlt werden. Neu ist, dass bei diesem Nachweis 2.000 EUR für den Lebensunterhalt angesetzt werden können. • Voraussetzung ist, dass die Antragsteller weder im März noch im April ALG II beantragt haben. Nicht gewährt wird dieser indirekte Zuschuss des Landes auch, wenn bereits eine Unterstützung aus dem Sofortprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft für Künstlerinnen und Künstler bewilligt wurde.
Die getroffene Regelung zur NRW-Soforthilfe gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die bis Ende April einen Antrag gestellt haben. Mit zusätzlichen Mitteln wird zudem die Unterstützung für freischaffende Künstler ausgeweitet: Das Mitte März aufgelegte Soforthilfeprogramm des Ministeriums für Kultur- und Wissenschaft (MKW) wird auf 32 Millionen EUR aufgestockt. Bis zu 13.000 weitere Kulturschaffende erhalten so einen Zuschuss für den Lebensunterhalt in Höhe von 2.000 EUR für die Monate März und April.
Antragsberechtigte, die bereits einen Antrag gestellt haben, bislang aufgrund der Mittelbegrenzung auf fünf Millionen Euro jedoch nicht zum Zuge gekommen sind, erhalten unter Nachweis ihrer künstlerischen Tätigkeit (Mitgliedschaft in Künstlersozialkasse oder anderem Künstlerbund) einen finanziellen Zuschuss für ihren Lebensunterhalt in Höhe von 2.000 EUR für die Monate März und April. Voraussetzung ist, dass im März und April keine Leistungen aus dem MKW-Programm, der NRW-Soforthilfe 2020 oder der Grundsicherung bezogen wurden. Auch die Unterstützung für jene Antragssteller, deren Antrag bereits positiv beschieden wurde, wird auf pauschal 2.000 Euro erhöht.
 
7. Mai 2020
 
Um Arbeitnehmer in Kurzarbeit zu unterstützen hat das Bundeskabinett sich darauf verständigt, dass Aufstockungszahlungen zum Kurzarbeitergeld, die Unternehmen zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 geleistet haben, steuerfrei bleiben. Voraussetzung ist, dass Aufstockungsbetrag und Kurzarbeitergeld zusammen 80 % des ausgefallenen Arbeitsentgelts nicht übersteigen. Wird mehr gezahlt, muss nur der darüber hinaus gehende Teil versteuert werden. Damit soll sichergestellt werden, dass die Zahlungen ungeschmälert bei den Beschäftigten ankommen.
 
24. April 2020
 
Entschädigung für erwerbstätige Eltern
Die Corona-Krise verursacht erwerbstätigen Eltern große organisatorische und finanzielle Probleme: wegen Kita- und Schulschließungen müssen sie die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, können ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind in Kurzarbeit oder haben wegen ausbleibender Aufträge erhebliche Einkommenseinbußen.

In das Infektionsschutzgesetz wurde daher ein Entschädigungsanspruch für Verdienstausfälle bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas zur Eindämmung der gegenwärtigen Pandemie mit aufgenommen.

Die Auszahlung der Entschädigung übernimmt bei Arbeitnehmern der Arbeitgeber. Dieser kann seinerseits bei der von den Ländern bestimmten zuständigen Behörde einen Erstattungsantrag stellen.

Wer hat Anspruch?

Voraussetzung ist, dass Sorgeberechtigte einen Verdienstausfall erleiden, der allein auf dem Umstand beruht, dass sie infolge der Schließung der Kita oder Schule ihre betreuungsbedürftigen Kinder selbst betreuen und ihrer Erwerbstätigkeit deswegen nicht nachgehen können.

Kinder sind betreuungsbedürftig, wenn sie das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Für Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind, gibt es keine Altersgrenze.

Auch Pflegeeltern von Kindern in Vollzeitpflege steht der Anspruch auf Entschädigung zu.

Für Minijobber gelten die gleichen Voraussetzungen.

Wie hoch ist die Entschädigung?

Die Entschädigung beträgt 67 Prozent des Verdienstausfalls , höchstens 2.016 EUR monatlich.

Wie lange wird die Entschädigung gewährt?

Die Entschädigung wird für den Zeitraum des Verdienstausfalls, maximal für 6 Wochen gewährt.

Wie sieht es mit der Sozialversicherung aus?

Der bestehende Versicherungsschutz in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung wird fortgeführt.

Der Arbeitgeber entrichtet Sozialversicherungsbeiträge auf Basis von 80 Prozent des Arbeitsentgelts. Diese Beträge kann er sich erstatten lassen.

Personen, die nicht pflichtversichert waren, können sich ihre Aufwendungen für soziale Sicherung in angemessenem Umfang erstatten lassen.

Wer zahlt die Entschädigung?

Die Auszahlung übernimmt bei Arbeitnehmern der Arbeitgeber. Dieser kann einen Erstattungsantrag stellen. Es besteht für Arbeitgeber auch die Möglichkeit, einen Vorschuss bei der Behörde zu beantragen.

Wo wird der Antrag gestellt?

Die zuständige Behörde variiert nach Bundesland. In Nordrhein-Westfalen gibt es zwei zuständige Stellen:

  1. Landschaftsverband Rheinland
  2. Landschaftsverband Westfalen-Lippe
 
24. April 2020
 
Senkung des USt-Satzes in der Gastronomie
Der von der Corona-Krise stark betroffenen Gastronomie soll mit einem ermäßigten Umsatzsteuersatz geholfen werden. Vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 werde der Mehrwertsteuersatz für Speisen generell auf sieben Prozent verringert. Bisher gilt für Speisen, die in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar verzehrt werden, ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Für Gerichte, die der Gast mitnimmt oder nach Hause bestellt, fallen in der Regel nur sieben Prozent an.
 
24. April 2020
 
Erhöhung des Kurzarbeitergeldes
Die große Koalition hat sich auf eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes geeignet. Für kinderlose Beschäftigte soll es - je nach Bezugsdauer - von 60 auf bis zu 80 Prozent und für Beschäftigte mit Kindern von 67 auf bis zu 87 Prozent erhöht werden.

Die Neuregelung sieht im Detail vor, dass in den ersten drei Monaten die bisherigen Kurzarbeitergeld-Sätze gelten.

Ab dem 4. Monat würden 70 oder 77 Prozent, ab dem 7. Monat dann 80 oder 87 Prozent des Lohnausfalls gezahlt. Die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes wird davon abhängig gemacht, dass mindestens 50 Prozent der regulären Arbeitszeit ausfällt.

 
7. April 2020
 
KfW-Schnellkredite
Am 6.4.2020 hat die Bundesregierung beschlossen, einen weiteren umfassen Schutzschirm für den Mittelstand angesichts der Herausforderungen der Corona-Krise zu schaffen. Es werden umfassende KfW-Schnellkredite für den Mittelstand eingführt, die sich wie folgt gestalten:
Mittelständische Unternehmen, die im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn erzielt haben, sollen "Sofortkredite" mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:
  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal € 800.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal € 500.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.

  
3. April 2020
 
Steuer-/SV-freie Beihilfe an Arbeitnehmer
Am 03.04.2020 wurde beschlossen, dass Sonderleistungen (Sonderzahlungen/Sachbezüge) in Höhe von 1.500,00 EUR die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden steuer- und sozialversicherungsfrei sind.

Voraussetzung:

  • Die Zahlung der Sonderleistung erfolgt im Zeitraum 01.03.2020 - 31.12.2020
  • Die Sonderleistung wird im Lohnkonto aufgezeichnet (Ausweis auf der Gehaltsabrechnung)
 
 
 
2. April 2020
 
Notfall-Kinderzuschlag (KiZ) 
Der Kinderzuschlag (KiZ) steht Familien mit kleinem Einkommen als Unterstützung in Höhe von maximal 185 Euro pro Monat und Kind zu, zusätzlich zum Kindergeld. Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise den (KiZ) vorübergehend zum Notfall-KiZ ausgeweitet. Mit der Ausweitung soll insbesondere Familien geholfen werden, die kurzfristig ein geringeres Einkommen haben und deswegen Unterstützung benötigen.
Mit dem Notfall-KiZ werden auch Selbständige oder der Eltern erreicht, die noch keine zwölf Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und deswegen keinen Zugang zu Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld haben.
Ab April müssen Familien, die einen Antrag auf den KiZ stellen, das Einkommen des letzten Monats vor der Antragstellung nachweisen. Diese Regelung soll befristet bis zum 30. September 2020 gelten. Außerdem wird beim KiZ in diesen Fällen das Vermögen nicht geprüft. Es reicht in der Regel aus, wenn die antragstellende Person erklärt, dass kein erhebliches Vermögen vorhanden ist.
Die Antragstellung ist seit ab dem 1. April 2020 hier möglich.
 
 
26. März 2020
 
Update zum Soforthilfeprogramm:
Die Landesregierung in NRW hat beschlossen, das Angebot des Bundes um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern.
Ab Freitag, 27. März 2020, können hier Anträge gestellt werden.
Gefördert werden gewerbliche und gemeinnützige Unternehmen, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen, mit bis zu 50 Beschäftigten (umgerechnet auf Vollzeitkräfte), die im Haupterwerb
  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen / Freiberufler / Selbständige tätig sind,
  • ihren Hauptsitz in NRW haben und
  • ihren Waren / Dienstleistungen bereits vor dem 1. Dezember 2019 am Markt angeboten haben.

Voraussetzung für die Förderung sind erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Davon wird ausgegangen, wenn

  • sich für den Monat, in dem der Antrag gestellt wird, ein Umsatz- / Honorarrückgang von mind. 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr ergibt.
  • oder der Betrieb auf behördliche Anordnung wegen der Corona-Krise geschlossen wurde
  • oder die vorhandenen Mittel nicht mehr ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (z.B. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass)

Die Soforthilfe gilt für Antragsteller, die zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten waren, aber danach in Folge des Ausbruchs von COVID-19 Schwierigkeiten hatten oder in schwierigkeiten geraten sind.

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahle der Beschäftigten und beträgt für drei Monate:

  • 9.000 EUR für antragsberechtigte Solo-Selbständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten
  • 15.000 EUR für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten
  • 25.000 EUR für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten
 
24. März 2020
 
Die Bundesregierung hat ein Soforthilfeprogramm ins Leben gerufen, um Kleinstunternehmer und Solo-Selbständige, die von der Corona-Pandemie wirtschaftlich betroffen sind, zu unterstützen.
Diese Programm umfasst Folgendes:
  • Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) erhalten einen einmaligen Zuschuss bis zu 9.000 Euro für 3 Monate.
  • Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) erhalten einen einmaligen Zuschuss bis zu 15.000 Euro für 3 Monate.
  • Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert, kann der gegebenenfalls nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Hiermit können akute Liquiditätsengpässe überwunden werden - insbesondere hinsichtlich laufender Betriebskosten wie zum Beispiel Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten. Die Bewilligung der Anträge erfolgt durch die jeweiligen Länder beziehungsweise Kommunen.

Gerne können wir Sie bei der Beantragung unterstützen - sprechen Sie uns an!

 
24. März 2020
 
Gestern wurde das KfW-Sonderprogramm 2020 gestartet: Es unterstützt Unternehmen, die wegen der Corona-Krise vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Unternehmen können ab sofort über ihre Hausbank Anträge stellen. Die Auszahlungen erfolgen schnellstmöglich, die Mittel für das Sonderprogramm sind unbegrenzt.
Weitere Informationen gibt es hier.
 
 
19. März 2020
 
Das BMF hat mit Schreiben vom 19.3.2020 zu steuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus Stellung genommen:
In weiten Teilen des Bundesgebietes sind durch das Coronavirus beträchtliche wirtschaftliche Schäden entstanden oder diese werden noch entstehen.
Es ist daher angezeigt, den Geschädigten durch steuerliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten entgegen zu kommen.
Das Schreiben ist hier zu finden: Link zum Bundesfinanzministerium
 
 
Aktuelle Mandanteninformation

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Mandanteninformationen. Wenn Sie recherchieren oder ältere Ausgaben betrachten möchten, können Sie hier unser Archiv aufrufen.

Steuertermine

  • Steuertermine Dezember 2020

Informationen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

  • Homeoffice: Telefonkosten des Arbeitnehmers können mit Pauschale abgesetzt oder steuerfrei erstattet werden
  • Vermietung einer Homeoffice-Wohnung: Vorsteuer für Dusche und Badewanne nicht abziehbar

Informationen für Freiberufler

  • Praxisveräußerung bei Freiberuflern: Spätere Hinzugewinnung neuer Kunden bringt die Steuervergünstigungen nicht per se zu Fall

Informationen für GmbH-Gesellschafter/-GF

  • Geschäftsführer einer gGmbH: Unverhältnismäßig hohe Vergütungen führen zum Entzug der Gemeinnützigkeit
  • Mindestbeteiligung: Reicht für Steuerfreiheit das wirtschaftliche Eigentum aus?
  • Umwandlung: Grunderwerbsteuer als Folge der Verschmelzung ist keine abzugsfähige Betriebsausgabe

Informationen für Hausbesitzer

  • Einkommensteuer: Verluste bei Übertragung eines Mietobjekts auf Angehörige
  • Einkommensteuer: Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung
  • Erbschaftsteuer: Steuerfreies Familienheim bei Mehrfachwohnsitz
  • Grunderwerbsteuer: Grunderwerbsteuerbefreiung bei Rückerwerb eines Miteigentumsanteils
  • Vermietung von Ferienwohnungen: Welche Einkunftsart liegt bei hotelmäßigem Vertrieb durch Vermittler vor?

Informationen für Kapitalanleger

  • Einkommensteuer: Aussetzung der Vollziehung bei Einnahmen aus dem Handel mit Kryptowährungen

Informationen für Unternehmer

  • Corona-Pandemie: Erneute Bekanntgabe der Pauschbeträge für Sachentnahmen 2020
  • Einbringung: Verringerte Abschreibung nach Übertragung auf eine Personengesellschaft?
  • Einkommensteuer: Steuerpflicht von Zuschüssen zum Mutterschaftsgeld
  • Erbringung von elektronischen Dienstleistungen: Unternehmenssitz im Inland oder im Ausland?
  • Europäischer Gerichtshof: Anwendung der Versandhandelsregelung und Doppelbesteuerung
  • Europäischer Gerichtshof: Umsatzsteuerliche Behandlung von Hostingdiensten in einem Rechenzentrum
  • Hinzuschätzung bei Betriebsprüfung: Bloßer Hinweis auf "allgemein zugängliche Quellen im Internet" reicht nicht aus
  • Manipulationssichere Kassen: Wie sich die Kosten der Umrüstung absetzen lassen
  • Umsatzsteuerliche Behandlung der Konzessionsabgabe: BMF passt Umsatzsteuer-Anwendungserlass an
  • Verfahrensrecht: Anspruch auf Mitteilung von Besteuerungsgrundlagen
  • Vergabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: Bundeszentralamt für Steuern informiert
  • Versagung des Vorsteuerabzugs: EuGH-Vorlage zur Auslegung des Begriffs der Lieferkette
  • Vertragliche Mindestbindungsfrist: Entschädigung bei vorzeitiger Vertragsbeendigung umsatzsteuerpflichtig

Informationen für alle

  • Crowdfunding: Steuerliche Behandlung für Investoren und Spender im Überblick
  • Keine Doppelberücksichtigung: Fehlerhaft abgezogener Erhaltungsaufwand mindert das Abschreibungsvolumen
  • Schenkungsteuer: Bewertung bei mittelbarer Grundstücksschenkung
  • Steuerfreier Kinderbonus: Besserverdiener haben keine Vorteile
  • Unterhaltszahlungen an Ex-Partner: Sonderausgabenabzug setzt Zustimmung des Empfängers voraus